Die 6 Todsünden für Unternehmen in sozialen Netzwerken

Social Media kann ein mächtiges Marketing-Tool sein. Social Media bietet vielen mittelständischen Unternehmen, Kliniken & Ärzten tolle Chancen für Marketing und Markenbildung. Doch man kann Kunden dort auch nerven und vergraulen. Welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten – und wie Sie es besser machen:

Fehler Nr. 1: Nur Werbebotschaften senden.

Viele Unternehmen sehen Social Media als einen weiteren Kanal, um ihre Werbebotschaften zu verbreiten. Ein großer Fehler, denn mit Selbstbeweihräucherung und Themen ohne Mehrwert für den potentiellen Kunden vergraulen Sie selbst die treuesten Fans. Laut dem „Social Break-up Report #8“ von Exact Target und CoTweet blenden 38 Prozent der Nutzer Seiten bei langweiligen oder sich wiederholten Inhalten aus.

Unser Tipp:

Bediene Deine Zielgruppe! Hochwertige Produkte und Leistungen lassen sich nur über ein einheitliches Corporate Wording, emotionale Bilderwelten  und eine generell hochwertige Ansprache verkaufen. Bilder und Texte  müssen abwechslungsreich und wertig sein, wenn die Zielgruppe Niveau und Qualität aus anderen Lebensbereichen gewohnt ist.

Ebenfalls beliebt sind Inhalte, die einen echten Mehrwert für die Nutzer liefern. Wahre Größe beweist, wer hierbei nicht nur auch auf eigene Inhalte verlinkt, sondern auch auf fremde Seiten.

Fehler Nr. 2: Zu selten posten.

Ein verwaistes Unternehmensprofil, auf dem seit Monaten nichts Neues gepostet wurde, bringt keine Vorteile für Ihr Marketing. Und nicht nur das: Schlimmstenfalls verschreckt der unprofessionelle Auftritt potenzielle Kunden.
Allerdings:Übertreiben sollten Sie es auch nicht: Zu viele Updates – vor allem solche ohne Mehrwert – sind laut „Social Break-up Report“ für 44 Prozent der User ein Grund, eine Seite auszublenden.

Unser Tipp:
Um Kontinuität bei den Social-Media-Aktivitäten sicherzustellen, überlegen Sie sich zunächst, wie oft Sie posten wollen. Am besten, Sie lassen sich regelmäßig daran erinnern, etwa durch einen Serientermin im Kalender.
Noch besser: Die Erstellung eines Social Media Plans mit hochwertigen Beiträgen, die schon im Voraus erstellt und geschrieben sind. Es gibt viele Online-Tools, die eine Planung der Beiträge erleichtert.

Fehler Nr. 3: Dilettieren.

Zu lange Postings, Rechtschreibfehler, verpixelte oder verwackelte Bilder – was bei Privatpersonen charmant wirken kann ist fatal für Unternehmen und trägt nicht gerade dazu bei, die eigene Marke zu stärken. Und doch ist dieser Anblick traurige Realität auf den Fanpages vieler Unternehmen – nicht zuletzt, weil viele Firmen kein Budget für Social-Media-Aktivitäten einplanen, ihre verantwortlichen Mitarbeiter nicht schulen oder ihnen die Betreuung der sozialen Netzwerke als Zusatzaufgabe aufdrücken.

Unser Tipp:
Auch wenn ein Beitrag in den sozialen Netzwerken schnell gepostet ist: Für die Aktivitäten eines Unternehmens sind Sorgfalt und ein gewisses technisches Grundverständnis nötig. Deshalb ist Social Media keine Aufgabe für den Praktikanten, sondern für einen Mitarbeiter, der sich mit dem Thema beschäftigt, oder eine Agentur.

Fehler Nr. 4: Beliebig sein.

Irrelevante Beiträge („das Unternehmen XY wünscht einen schönen Abend“) bringen keinen Mehrwert. Im Gegenteil: Auf Dauer schaden Sie mit solchen Inhalten womöglich Ihrer eigenen Marke.

Unser Tipp:
Nutzen Sie die sozialen Netzwerke, um mit Ihrem Wissen zu glänzen – damit profilieren Sie sich als Experte auf Ihrem Themengebiet und liefern Ihren Usern echten Mehrwert. Professionell geschriebene Texte sollten ab einer gewissen Unternehmensgröße selbstverständlich sein. Gut recherchierte Inhalte auch. Nur wenn sich der User von Ihren Beiträgen angesprochen fühlt, wird er online wiederkommen und sich nach und nach für Ihre Leistungen interessieren.

Fehler Nr. 5: Den Nutzer ignorieren.

Die sozialen Netzwerke erlauben eine Kommunikation in Echtzeit. Wer erst Wochen später auf private Nachrichten reagiert und Fragen unter den eigenen Beiträgen nicht beantwortet, outet sich als Social-Media-Anfänger. Professionell wirkt das nicht.
Noch schlimmer allerdings ist es, missliebige Kommentare auf der eigenen Seite einfach zu löschen: Wer mit seiner Zielgruppe in den Dialog tritt, muss auch mal kritisches Feedback aushalten!

Unsere Tipps:
1) Monitoring: Stellen Sie sich eine Push-Funktion für Ihr Smartphone an, damit Sie mitbekommen, wenn ein Feedback von einem User gepostet wird. Wenn man allerdings viel Sociel Media Profile gleichzeitig bespielt, kann man auch leicht die Übersicht verlieren. Dann ist ein Monitoring-Tool unumgänglich!

2) Höflichkeit: ist das oberste Gebot für Social-Media-Profis. Rufen Sie sich immer wieder in Erinnerung, wer auf Ihren Post reagiert hat: Ihren (potenziellen) Kunden! Deshalb sollten Sie online genauso kundenorientiert handeln wie bei allen anderen Kontakten zu Ihrer Zielgruppe: Reagieren Sie prompt, bedanken Sie sich für Hinweise, bitten Sie bei Fehlern um Entschuldigung. Nutzen Sie außerdem die Chance, ohne großen Aufwand mit Ihrer Zielgruppe in Dialog zu treten – etwa indem Sie Fragen stellen und die Fans um Ihre Meinung bitten.

Fehler Nr. 6: Sich verzetteln.

Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Xing, und und und – kein Wunder, dass Sie zu nichts anderem mehr kommen, wenn Sie überall einen Account anlegen, den sie regelmäßig bespielen müssen. Kein Wunder, dass Sie viel zu selten aktiv sind. Und kein Wunder, dass Sie mit Ihren Social-Media-Aktivitäten herzlich wenig messbare Erfolge erzielen.

Unser Tipp:
Überlegen Sie sich, in welchen sozialen Netzwerken Sie Ihre Zielgruppe erreichen: Wer vorrangig im B2B-Geschäft aktiv ist, kommt an LinkedIn und Xing kaum vorbei. Wenn Ihre Zielgruppe doch auf mehreren Kanälen unterwegs ist, macht es Sinn, sich Hilfsmittel zu bedienen:
Eine Social Media Plattform zur Planung und zum automatischen Posten macht hier Sinn. Wenn man inhaltlich viel zu sagen hat, sollte man über einen Blog nachdenken. Hier können perfekt alle Themen verwaltet und sortiert werden und im Backend können die Beiträge – genau wie bei der Social Media Plattform – individuell geplant und gepostet werden.

 

Und zu Guter Letzt:

Bei dem Verweis von einem Post auf die Webseite sollte der Nutzer dort ein weiteres sprachlich und visuell „abgeholt werden“, um einen Lead (Anruf, Anfrage) zu generieren. 

Mehr zu diesem Thema unter: Agentur vierzehn02

2017-09-13T14:13:20+00:00 September 15th, 2017|0 Comments