Unternehmens-Webseite: Wann ein Relaunch nötig ist

Stellen Sie sich vor, Sie bieten die besten Produkte oder Dienstleistungen an, aber keiner kauft sie. Das kann Unternehmen passieren, die zu spät an einen Relaunch denken. Denn die Konkurrenz schläft nicht und kann durch einen früher Relaunch der Webseite schnell die Nase vorn haben.

Der Trend zur vermehrten Mobile-Internet Nutzung (Nutzung von Internet auf Smartphones und Tablets) und Googles Mobile-First-Indexierung ändern die Anforderungen an Webseiten. Aber auch andere Faktoren haben Einfluss darauf, dass eine Website unmodern und schlechter sichtbar wird.

Wir haben Ihnen die 4 wichtigsten Zeichen zusammengestellt, die Ihnen bei der Bewertung Ihres eigenen Online-Auftitts helfen:

01. Wann war Ihr letzter Relaunch?

Vor dem Relaunch ist nach dem Relaunch: Natürlich wird eine Webseite immer nach den neuesten Standards programmiert und gestaltet und irgendwann auch angebaut und den Bedürfnissen angepasst. Schließlich ist es eine alte Webseite mit alter Technik und einzelnen Modernisierungen.

Dass auf einer Webseite die Strukturen mit der Zeit ziemlich ausufern, lässt sich kaum verhindern. Mit der Anpassung an die Bedürfnisse des Unternehmens, oft gar an neue Unternehmensschwerpunkte, entstehen im Laufe der Zeit Strukturen, die mit immer neuen internen Verlinkungen am Leben gehalten werden. Klare Hierarchien gehen verloren und die Seite wird unübersichtlich, die Usability lässt nach, das Design ist veraltet. Die immer komplexeren Strukturen der Webseite führen auch dazu, dass der Aufwand des Anpassens irgendwann höher wird als der für einen Relaunch.

Auch ändern sich Technik und Sehverhalten im Netz immer schneller. Wenn früher eine Webseite nach ein paar Jahren immer noch zeitlos anmutete, so kann heute der Online-Auftritt schon nach 3 Jahren überholt aussehen.

02. Wie mobil ist Ihre mobile Seite?

Zwei Punkte sind hinsichtlich mobiler ­Geräte zu berücksichtigen: der Google-­Index und der User-Nutzen.

Der Mobile Index von Google wird immer mehr zum primären Index und entscheidet ­darüber, ob Ihre Seite gefunden wird oder nicht, das heißt: Alle Webseiten, die nicht full responsive sind werden down gerankt. Damit reagiert Google auf die Zunahme der mobilen Endgeräte. Schon 2016 kam mehr als die Hälfte aller Suchanfragen von mobilen Devices. Unabhängig von Google sollte sich jedes Unternehmen bewusst sein: Wenn der mobile Nutzer die ­Seite nicht mag, wandert er ab.

Für Unternehmen bedeutet das in erster Linie, dass sie eine Webseite brauchen, die full responsive ist. Außerdem müssen die Buttons gut zu klicken sein, mobile Funktionalitäten wie z.B. eine Anrufoption sollten eingebunden sein.

Besonders im B2B-Umfeld oder im Healthcare-Segment wird Mobile First oft vernachlässigt. Vielfach wird der Internet-Auftritt immer noch für Desktop-Gegebenheiten konzipiert. Heutzutage reicht das aber auch in der Industrie nicht mehr aus.

03. Finden Ihre User, was sie suchen?

Die Zauberformel heisst: Conversion Optimierung (Umwandlung des Besuchers einer Webseite in eine aktive Handlung, z.B. dem Platzieren einer Anfrage oder die aktive Anfrage per Telefon).

Früher hat es gereicht eine sauber aufgesetzte Webseite zu haben, auf denen alle Dienstleistungen und Produkte dargestellt werden. Das reicht heute meist nicht mehr aus. Man kann sagen, dass der User auch in der Zwischenzeit verwöhnt ist. Und wenn er den Kauf eines Produkts oder eines Dienstleistung nicht besonders leicht gemacht bekommt, springt er ab und findet dank Google schnell einen Konkurrenten, der sich vielleicht mehr Gedanken gemacht hat. Dieser hat dann den Return-on-Investment.

Für die Conversion Optimierung gibt es viele Möglichkeiten, hier nur 2 Beispiele:

a) über den Text: Die Fragen: „Wo bin ich hier?, Bin ich überhaupt richtig?, Passt das, was ich sehe, zu dem, was ich suche?, Wird dieser Anbieter meinen Anforderungen gerecht?“ müssen sofort beantwortet werden können.

b) über grafische Elemente, wie beispielsweise sogenannte „Call-To-Action Elemente“, die immer sichtbar sind. Eine der vielen Todsünden ist ein Menue, das beim Scrollen verschwindet. Da kann sich der User ja nicht zurechtfinden!

04. Wie aktuell ist Ihre Technik?

Ladezeit: Die Ladezeit lässt sich mit verschiedenen Tools messen und sollte kontinuierlich überwacht werden. Hier bietet sich zum Beispiel „Page Speed Insights“ von Google an. Einfach mal ausprobieren! Verheerend sind lange Seitenladezeiten besonders auf mobilen Geräten: Kunden verlassen die Seite, bevor sie vollständig geladen wird, und zusätzlich bestraft Google lange Ladezeiten mit einem schlechten Ranking.

Sicherheit: Eine sichere Webseite wird von vielen Kunden mittlerweile vorausgesetzt und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Der gängige Standard ist die Verwendung der HTTPS-Verschlüsselung. Damit ist sichergestellt, dass der Browser (Client) ausschließlich mit dem Server kommuniziert – ohne ungebetene Lauscher. Auch hier belohnt Google jetzt schon verschlüsselte Seiten im Ranking.

Fazit: Relaunch lieber früher als später

Eine Webseite braucht immer wieder ­einen Relaunch. Wie dringend der Neustart ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Der wichtigste Faktor ist 2017 die Mobile-First-Ausrichtung und die Verschlüsselung für das Google-Ranking. Bei guter Vorbereitung klappt der ­Relaunch nahtlos und ohne Sichtbarkeitsverlust. Das größte Risiko besteht darin, zu lange zu zögern.

Weitere Information finden Sie unter: Werbeagentur vierzehn02 München

2017-09-13T14:28:28+00:00 September 26th, 2017|0 Comments