Marketing für Kanzleien

Brauchen Anwalts-Kanzleien wirklich Marketing?
Ja, absolut, denn: exzellente Reputation und ein Schild vor der Tür reichen heute nicht mehr aus, um effektiv neue Mandanten zu gewinnen oder auch die bestehenden langfristig zu halten. Ein individuell auf Ihre Kanzlei zugeschnittenes Marketingkonzept und ein aussagekräftiger Internetauftritt ist heute unverzichtbar.
Alteingesessenen Kanzleien mit gewachsener Mandantenstruktur haben sich meist bisher auf Empfehlungen verlassen, was ja auch lange sehr erfolgreich war und teils noch ist. In vielen Fällen – vor allem in Kanzlei-Boutiquen – ist das Anwaltsgeschäft aber „Peolpe Business“, das heißt: wenn der Senior Partner altersbedingt die Kanzlei verlässt oder sich auch nur teilweise zurückzieht, kann die Kanzlei sich nicht unbedingt darauf verlassen, dass die Mandanten bleiben.
Umgekehrt gibt es aber auch bei den Mandanten Generationen-Wechsel. Und der Junior eines mittelständischen Unternehmens, der gerade übernimmt, hinterfragt meist generell alle Dienstleistungsbereiche mit der Zeit.
Bei jüngere Kanzleien findet die Mandantenakquise auch im persönliche Umfeld statt, denn zufriedene Mandanten sind schließlich die beste Werbung! Aber auch das reicht inzwischen nicht mehr alleine um neue Mandanten zu akquirieren.
In beiden Fällen aber gilt: Bei Neu-Mandanten findet der Erstkontakt inzwischen immer öfter im Internet statt. Wenn Interessenten über Empfehlungen, der Suche auf Google oder auf anderen Wege auf Ihre Internetpräsenz aufmerksam werden, ist der erste Eindruck entscheidend. Der potentielle Mandant beurteilt innerhalb weniger Sekunden, ob er die gesuchten Inhalte findet und ob alle Informationen schnell und übersichtlich verfügbar sind. Aber nicht nur das: Neben den „Hard Facts gibt es einen, nicht außer Acht zu lassenden, weiteren Aspekt: Anhand der Darstellung der Kanzlei aber auch der Anwälte erhält der Mandant ein Gefühl für die Kanzlei. Das Gefühl für: „Passt zu mir“ oder auch „Passt nicht zu mir.“
Im zweiten Fall wird  er bei der Konkurrenz nach Betreuung suchen.
Sich auf der eigenen Internetseite bestmöglich darzustellen ist also die Essenz der Mandantenakquise.

1. Kanzlei-Identität 

Um einen wirklich individuellen Auftritt zu erschaffen ist die Kanzlei-Identität oder auch Corporate Identity genannt, essentiell. Oder wollen Sie den selben Online-Baukasten wie der Bäcker um die Ecke haben? Das Corporate Identitiy Manual fasst die Ziele und Werte einer Kanzlei zusammen und kommuniziert diese über die verschiedenen – zu definierenden Kanäle – nach außen.

Die folgenden Fragen sollten beantwortet werden:

• Wer sind wir und was macht uns besonders (Alleinstellungs-Merkmale und Stärken)?
• Wen wollen wir als Kanzlei erreichen (Zielgruppe)?
• Mit welchen Dienstleistungen wollen wir unsere Zielgruppe erreichen (Ziele)?

Aus diesen Grundsatzfragen lassen sich Kommunikationsziele ableiten, die später die gesamte Breite der externen Kommunikation der Kanzlei prägen.
Nur wer seine Kommunikationsziele kennt, weiß, was später kommuniziert werden soll.

Diese Fragen können gut in einem gemeinsamen Workshop mit der Agentur erarbeitet werden.
Und auf dieser Basis ergeben sich alle weiteren Werbe-Maßnahmen.

2. Online-Auftritt

Eine Kanzleiwebseite ist das digitale Aushängeschild Ihrer Kanzlei. Insbesondere die „SoftSkills“ kommen hier zum Tragen: Technisch gut umgesetzte Webseiten sind heutzutage selbstverständlich. Vielmehr ist aber der erste Eindruck entscheidend und er kommt über ein gut umgesetztes Design, professionellen Texten und Bildern, die die Kanzlei optimal so darstellen, wie sie ist. Authentizität ist oberstes Gebot. Ein professionelles Photoshooting ist somit genauso wichtig wie ansprechende Texte – denn Ihr Mandant ist oftmals kein Anwalt und möchte ihre Botschaft trotzdem verstehen.
Eine Marketingstrategie funktioniert nur, wenn in allen Bereichen professionell gearbeitet wird.

Achten Sie bei Ihrer Webseite auf:

• ein online gut umgesetztes Corporate Design
• gute, ansprechende Texte
• individuelle Bilder der Kanzlei und der einzelnen Anwälte
• eine technisch einwandfreie, full responsive Webseite
• eine Suchmaschinenoptimierung
• eine Möglichkeit der eigenständigen Pflege der Webseite

3. Social Media Marketing

Die sozialen Medien sind für ein effektives Onlinemarketing heute unverzichtbar.
Sich erfolgreich auf verschiedenen Plattformen zu positionieren kann ein entscheidender Vorteil sein.
Zum einen zur Akquise von Mandanten zum anderen aber auch unter dem Aspekt von Recruiting.

Ein Blog mit einer automatischen, gesteuerten Verbreitung in gezielte Social Media Kanäle ist hier die richtige Wahl.

Außerdem sollten die folgenden Aspekte berücksichtigt werden:
– alle Social Media Profile und auch der Blog sollten dem Erscheinungsbild Ihrer Kanzlei entsprechen
– Verlinkungen auf Ihre Kanzlei-Webseite und den Blog
– regelmäßige Pflege

Weitere Tipps gibt es hier:
https://www.pr-gateway.de/white-papers/content-marketing-fuer-anwaelte

04. Weitere Kanzleikommunikation

Natürlich muss von der Geschäftsausstattung über Webseite und Blog bis hin zur Broschüre oder Anzeige alles zusammenpassen. Und zwar nicht nur unter Design-Aspekten sondern auch das Wording und die Bildsprache transportiert die Kanzlei als Marke. Die gesamte Kommunikation nach außen ist wichtig, denn eine Kanzlei vermittelt in Briefen, E-Mails und durch Werbemittel die Kanzlei-Identität.

Deshalb umfasst die einheitliche Kanzleikommunikation:
• Geschäftsausstattung (von der Visitenkarte über Briefpapier bis hin zum Kugelschreiber)
• Unternehmenspräsentation, z.B. PowerPoint-Vorlage für Vorträge
• Webseite und Blog und evtl. Newsletter
• alle Social Media Profile
• Anzeigen
• Kanzlei-Broschüre

Der Kanzlei-Auftritt – ein komplexes Thema. Aber gemeinsam findet man meist einen guten Ansatz und ein noch besseres Ergebnis.

Wir freuen uns über einen Austausch mit Ihnen! www.vierzehn02.de

2017-10-16T14:52:22+00:00 Oktober 18th, 2017|0 Comments